Google Search Console: KI-Bericht zählt reine Erwähnungen nicht als Impressionen

25.06.2026 um 10:38 Uhr, von Anne

KI Bericht in der Google Search Console
Der neue KI-Bericht der Google Search Console zeigt ausschließlich Impressionen von tatsächlich sichtbaren und anklickbaren Links in AI Overviews und AI Mode.

Google hat den neuen Leistungsbericht für generative KI in der Search Console eingeführt und schafft damit erstmals Transparenz über die Sichtbarkeit von Websites in AI Overviews und AI Mode. Wer allerdings erwartet, dass jede Erwähnung einer Marke oder Website automatisch als Impression gezählt wird, wird enttäuscht. Denn Google stellt klar: Eine reine Erwähnung ohne anklickbaren Link zählt nicht als Impression.

Wie Impressionen im KI-Bericht gezählt werden

Der neue KI-Bericht orientiert sich an derselben Logik wie der klassische Leistungsbericht der Google Search Console. Eine Impression entsteht nur dann, wenn Nutzer:innen tatsächlich einen Link zu einer Website innerhalb einer KI-Antwort sehen können. Wird eine Website lediglich im Fließtext erwähnt, ohne dass ein anklickbarer Link vorhanden ist, taucht diese Erwähnung nicht in den Impressionen auf. Für Websitebetreiber bedeutet das, dass die tatsächliche Präsenz innerhalb von AI Overviews durchaus höher sein kann als die Werte, die der Bericht später ausweist.

Auch Favicons können als Impression zählen

Google-Mitarbeiter John Mueller hat ergänzend erklärt, dass nicht nur klassische Textlinks berücksichtigt werden. Auch ein verlinktes Favicon wird als Impression gezählt, sofern Nutzer:innen dieses direkt sehen können. Anders verhält es sich bei Links, die zunächst ausgeklappt oder durch eine Nutzeraktion sichtbar werden. Diese werden erst dann als Impression gewertet, wenn die entsprechende Aktion tatsächlich durchgeführt wurde und der Link angezeigt wird.

Was das für SEO bedeutet

Für SEOs und Websitebetreiber ist diese Information wichtig, da der neue KI-Bericht nicht die komplette Sichtbarkeit innerhalb generativer Suchergebnisse widerspiegelt. Er zeigt ausschließlich die Sichtbarkeit von tatsächlich angezeigten Links. Markenerwähnungen oder Quellenhinweise ohne Verlinkung bleiben dagegen unberücksichtigt, obwohl sie durchaus Einfluss auf die Wahrnehmung einer Marke oder die Autorität einer Website haben können.

Der KI-Bericht liefert damit wertvolle Daten, bildet jedoch nicht das vollständige Bild der Präsenz innerhalb von AI Overviews oder AI Mode ab. Wer seine Performance in der KI-Suche bewertet, sollte diese Einschränkung daher immer berücksichtigen.

Mein Fazit

Der neue KI-Bericht der Google Search Console ist ein wichtiger Schritt für das Monitoring von AI Overviews und AI Mode. Gleichzeitig zeigt Google deutlich, dass die bekannten Messregeln aus der klassischen Suche weiterhin gelten. Nur tatsächlich sichtbare und anklickbare Links werden als Impression gezählt. Reine Erwähnungen einer Website bleiben außen vor. Wer seine Sichtbarkeit in der KI-Suche richtig interpretieren möchte, sollte diese Logik kennen und die Zahlen entsprechend einordnen.

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