Google unterstützt JPEG XL nicht: Was das für Bilder-SEO und Discover bedeutet

23.10.2026 um 16:20 Uhr, von Anne

Google ignoriert JPEG XL
Darum geht’s
  • Google unterstützt JPEG XL aktuell nicht für die Bildersuche und Bildvorschauen in Discover. Das hat John Mueller bestätigt.
  • Für SEO und Online-Marketing ist das relevant, weil Bilder in Suchergebnissen und Discover Aufmerksamkeit erzeugen und zusätzliche Besucher auf Websites bringen können.
  • Websitebetreiber sollten weiterhin auf unterstützte Formate wie WebP, AVIF, JPEG oder PNG setzen und ihre Bildoptimierung nicht ausschließlich auf JPEG XL ausrichten.
Inhaltsverzeichnis 5 Abschnitte

Google unterstützt das Bildformat JPEG XL derzeit weder für die Google-Bildersuche noch für Bildvorschauen in Google Discover. Das hat Google-Search-Experte John Mueller bestätigt. Für Websitebetreiber ist die Aussage wichtig, denn moderne Bildformate sollen Ladezeiten verkürzen und gleichzeitig eine hohe Bildqualität ermöglichen. Doch ein technisch leistungsfähiges Format ist nicht automatisch für die Sichtbarkeit bei Google geeignet.
Wie das Fachportal Search Engine Roundtable am 23. Oktober 2026 berichtet, hatte Mueller bereits am 15. Oktober auf Bluesky auf die fehlende Unterstützung hingewiesen. Wer Bilder in Google Images oder als Vorschaubilder in Discover anzeigen lassen möchte, sollte deshalb vorerst auf andere Dateiformate setzen.

Was ist JPEG XL und warum ist das Format interessant?

JPEG XL ist ein modernes Bildformat mit der Dateiendung .jxl. Es wurde entwickelt, um eine hohe Bildqualität mit effizienter Komprimierung zu verbinden.
Das Format unterstützt unter anderem einen großen Farbumfang und HDR-Darstellungen. Außerdem ermöglicht es eine verlustfreie Neukomprimierung vorhandener JPEG-Dateien, wodurch sich Speicherplatz einsparen lässt.
Für Websites sind solche Eigenschaften grundsätzlich attraktiv. Bilder gehören häufig zu den größten Dateien einer Seite und können die Ladegeschwindigkeit erheblich beeinflussen.
Gerade bei bildintensiven Onlineshops, Nachrichtenportalen und Unternehmenswebsites spielt die Dateigröße deshalb eine wichtige Rolle.
Allerdings reicht eine gute Komprimierung allein nicht aus. Damit ein Bildformat im Web sinnvoll eingesetzt werden kann, müssen auch Browser, Bildverarbeitungssysteme und Suchmaschinen damit umgehen können.
Genau hier liegt derzeit die Einschränkung bei Google.

Google Bilder und Discover: Welche Formate werden unterstützt?

John Mueller hat klargestellt, dass JPEG XL aktuell nicht für die Darstellung von Bildern in Google Images und als Vorschau in Google Discover unterstützt wird.
Auch die offizielle Dokumentation von Google Search Central nennt JPEG XL nicht unter den unterstützten Bildformaten.
Google führt derzeit folgende Formate auf:

  • JPEG
  • PNG
  • WebP
  • AVIF
  • GIF
  • BMP
  • SVG

Für die Suchmaschinenoptimierung ist das eine wichtige technische Vorgabe.
Ein Bild kann auf einer Website funktionieren und dennoch für bestimmte Google-Funktionen ungeeignet sein. Besonders relevant ist das bei Google Discover. Dort sind auffällige, hochwertige Bilder häufig ein wesentlicher Bestandteil der Darstellung eines Beitrags. Wenn eine Website ausschließlich JPEG-XL-Dateien für ihre Artikelbilder bereitstellt, sollte sie nicht davon ausgehen, dass Google diese als Discover-Vorschaubilder verwenden kann.
Die Aussage betrifft die Bildunterstützung, nicht automatisch die Indexierung der gesamten HTML-Seite. Eine Website wird also nicht allein deshalb aus der Google-Suche ausgeschlossen, weil sie JPEG XL verwendet.
Im Bericht von Search Engine Roundtable wird außerdem auf Beobachtungen einzelner .jxl-Dateien in der Bildersuche hingewiesen. Solche Funde ändern jedoch nichts an der offiziell dokumentierten fehlenden Unterstützung. Sie sind kein verlässlicher Nachweis dafür, dass JPEG XL regulär für Google Images und Discover geeignet ist.

Welche Folgen hat das für SEO und Online-Marketing?

Bilder sind längst mehr als dekorative Elemente auf einer Website. In der Google-Bildersuche können sie einen eigenständigen Zugang zu Produkten, Anleitungen und redaktionellen Inhalten schaffen. In Google Discover unterstützen sie die visuelle Präsentation eines Artikels und können beeinflussen, ob ein Nutzer auf einen Beitrag aufmerksam wird. Für Onlinehändler sind Produktbilder besonders wichtig. Sie vermitteln Eigenschaften, Qualität und Einsatzmöglichkeiten eines Produkts, noch bevor ein Interessent die Produktseite besucht. Wer seine Bilder ausschließlich in einem nicht unterstützten Format ausliefert, riskiert deshalb Einschränkungen bei diesen visuellen Kontaktpunkten. Das bedeutet allerdings nicht, dass Google Websites mit JPEG XL grundsätzlich schlechter bewertet. Eine neue Ranking-Abstrafung für JPEG XL wurde nicht angekündigt.
Die entscheidende Frage lautet vielmehr, ob Google die Bilder zuverlässig verarbeiten und in den gewünschten Suchfunktionen anzeigen kann. Für die Bildoptimierung sollten Unternehmen deshalb nicht nur auf kleine Dateigrößen achten, sondern auch auf Kompatibilität, passende Bildabmessungen, aussagekräftige Dateinamen und sinnvolle Alt-Texte. Gerade bei redaktionellen Websites, die Besucher über Discover gewinnen möchten, ist die zuverlässige Bereitstellung unterstützter Beitragsbilder besonders wichtig.

Was sollten WordPress-Websites und Onlineshops jetzt tun?

Für WordPress-Betreiber besteht kein Grund, sämtliche Bilder neu zu erstellen.
Wer bereits JPEG, PNG, WebP oder AVIF verwendet, muss wegen dieser Google-Aussage grundsätzlich nichts ändern. Anders sieht es aus, wenn ein Bildoptimierungs-Plugin, ein CDN oder eine spezielle Serverkonfiguration Bilder ausschließlich als JPEG XL ausliefert. In diesem Fall sollte geprüft werden, ob zusätzlich eine unterstützte Bildversion bereitsteht.
Eine sinnvolle Vorgehensweise besteht darin, moderne Bildformate für die Performance zu nutzen, gleichzeitig aber eine kompatible Fallback-Datei bereitzustellen.
Google empfiehlt bei responsiven Bildern ausdrücklich, im src-Attribut eines HTML-Bildelements eine geeignete Bild-URL anzugeben. Für WordPress-Websites mit Astra oder Gutenberg sind außerdem folgende Punkte wichtig:

  • Beitragsbilder prüfen: Die in WordPress hinterlegten Bilder sollten in einem von Google unterstützten Format verfügbar sein.
  • Bildoptimierungs-Plugins kontrollieren: Automatische Konvertierungen dürfen nicht dazu führen, dass ausschließlich .jxl-Dateien ausgeliefert werden.
  • Alt-Texte sinnvoll formulieren: Sie sollten den tatsächlichen Bildinhalt beschreiben und nicht nur Keywords wiederholen.
  • Dateigrößen optimieren: WebP und AVIF sind weiterhin interessante Möglichkeiten, Bildqualität und Ladezeit zu verbinden.
  • Google Search Console beobachten: Veränderungen bei der Sichtbarkeit in der Bildersuche oder bei Discover sollten im Zusammenhang mit technischen Änderungen geprüft werden.

Für Onlineshops gilt das besonders bei großen Produktkatalogen. Eine fehlerhafte Bildauslieferung kann viele Produktseiten gleichzeitig betreffen.
Wichtig ist auch die Unterscheidung zwischen Browserdarstellung und Google-Unterstützung: Nur weil ein Bild im eigenen Browser angezeigt wird, ist seine Eignung für Google Images oder Discover nicht automatisch bestätigt.

Mein Fazit: Für Bilder-SEO zählt nicht nur die Komprimierung

JPEG XL bietet interessante technische Möglichkeiten. Für Websitebetreiber ist jedoch entscheidend, ob ein Format im gesamten Veröffentlichungsprozess zuverlässig unterstützt wird. Google hat deutlich gemacht, dass JPEG XL derzeit nicht zu den unterstützten Formaten für Google Images und Discover gehört. Für SEO und Online-Marketing bedeutet das: Eine moderne Bildtechnik sollte niemals zulasten der Auffindbarkeit gehen. Wer auf WordPress, in einem Onlineshop oder auf einem Nachrichtenportal Bilder veröffentlicht, fährt aktuell mit etablierten Formaten wie WebP, AVIF, JPEG und PNG auf der sicheren Seite.
Die beste Bildoptimierung verbindet schnelle Ladezeiten, gute Qualität und zuverlässige Sichtbarkeit in der Google-Suche. Ob Google JPEG XL künftig unterstützt, bleibt abzuwarten.

Quellen:

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