Deepfake-Werbung mit Prominenten: Wie KI Vertrauen zur Betrugsmasche macht
01.10.2026 um 10:50 Uhr, von Anne

Ein bekanntes Gesicht, ein professionell produziertes Video und eine scheinbar persönliche Empfehlung: Was wie eine gewöhnliche Social-Media-Anzeige aussieht, kann heute vollständig gefälscht sein. Mithilfe generativer KI lassen sich Stimmen imitieren, Gesichter manipulieren und Videos produzieren, in denen bekannte Persönlichkeiten scheinbar Produkte, Trading-Plattformen oder Kryptowährungen empfehlen, mit denen sie tatsächlich nichts zu tun haben.
Besonders problematisch ist, dass Deepfake-Betrug zunehmend mit den Mechanismen des professionellen Online-Marketings verbunden wird. Die gefälschte Anzeige ist häufig nur der erste Schritt einer durchdachten Customer Journey. Danach folgen Landingpages, Formulare, vermeintliche Kundenbewertungen, persönliche Telefonate oder Messenger-Nachrichten. Europol berichtete Ende 2025 sogar über Ermittlungen gegen die Affiliate-Marketing-Infrastruktur hinter betrügerischen Investmentkampagnen, bei denen Anzeigen mit imitierten Medien, Prominenten und Politikern sowie Deepfake-Videos eingesetzt wurden.
Damit werden Deepfakes zu mehr als einem technischen Problem. Sie greifen einen der wichtigsten Faktoren des Online-Marketings an: Vertrauen.
Darumt geht`s:
Was ist Deepfake-Werbung?
Als Deepfakes werden künstlich erzeugte oder manipulierte Medieninhalte bezeichnet, bei denen beispielsweise Gesicht, Stimme oder Bewegungen einer realen Person verändert beziehungsweise synthetisch nachgebildet werden. Dadurch kann der Eindruck entstehen, eine bekannte Persönlichkeit habe etwas gesagt oder getan, obwohl dies nie geschehen ist.
Für betrügerische Werbung ist diese Technologie besonders interessant. Statt lediglich ein Foto eines Prominenten unerlaubt in einer Anzeige zu verwenden, können Kriminelle ein vermeintliches Interview oder eine persönliche Produktempfehlung erzeugen. Die Verbraucherzentrale warnt ausdrücklich davor, dass bekannte Persönlichkeiten in gefälschter Werbung für Finanzprodukte und Gesundheitsangebote eingesetzt werden. Die Betroffenen wissen häufig nichts davon. Die Qualität solcher Inhalte verbessert sich kontinuierlich. Ein Deepfake muss dabei nicht vollkommen perfekt sein. Auf einem kleinen Smartphone-Display, eingebettet zwischen gewöhnlichen Instagram-, Facebook-, TikTok- oder Video-Inhalten, reichen wenige Sekunden häufig aus, um zunächst Aufmerksamkeit und Vertrauen zu erzeugen.
Warum ausgerechnet Prominente als Köder funktionieren
Prominente sind im Marketing seit Jahrzehnten ein wirkungsvolles Instrument. Unternehmen bezahlen bekannte Sportler, Schauspieler, Unternehmer oder Influencer dafür, ihre Bekanntheit auf ein Produkt zu übertragen. Dieser Effekt funktioniert auch bei gefälschter Werbung. Ein unbekannter Anbieter, der außergewöhnliche Renditen verspricht, dürfte bei vielen Nutzern Misstrauen auslösen. Scheint dagegen ein bekannter Moderator, Unternehmer oder Finanzexperte persönlich über dieselbe Plattform zu sprechen, verändert sich die Wahrnehmung. Die Bekanntheit der Person wird unbewusst zu einem Vertrauenssignal für das Angebot. Die Verbraucherzentrale nennt unter anderem gefälschte Werbung mit bekannten Persönlichkeiten wie Günther Jauch, Frank Thelen, Barbara Schöneberger oder Dieter Bohlen. Besonders häufig tauchen solche Manipulationen im Zusammenhang mit Kryptowährungen, Trading-Systemen, vermeintlichen Börsentipps sowie Gesundheits- und Lifestyle-Produkten auf.
Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass diese Personen die Angebote unterstützen. Genau das Gegenteil ist der Kern der Masche: Ihre Bekanntheit wird ohne Zustimmung für die Werbung instrumentalisiert.
Vom Deepfake zur professionellen Werbekampagne
Die eigentliche Gefahr entsteht durch die Kombination verschiedener Marketinginstrumente. Ein Deepfake-Video kann zunächst über eine bezahlte Social-Media-Anzeige ausgespielt werden. Ein aufmerksamkeitsstarker Einstieg suggeriert beispielsweise, ein Prominenter habe eine außergewöhnliche Investmentmöglichkeit entdeckt. Der Klick führt anschließend nicht zwangsläufig auf eine offensichtlich betrügerische Website. Die Landingpage kann wie ein Nachrichtenartikel aussehen, Logos bekannter Medien verwenden oder ein vermeintliches Interview präsentieren. Andere Varianten führen direkt zu einer Trading-Plattform oder zu einem Registrierungsformular. Die Verbraucherzentrale beschreibt solche Konstruktionen ebenfalls. Professionell wirkende Seiten können Logos, Kundenbewertungen und vermeintliche Presseberichte enthalten. Nach einer Registrierung drohen anschließend unter anderem Datenmissbrauch, betrügerische Telefonkontakte oder finanzielle Verluste.
Aus Sicht des Online-Marketings entsteht damit ein nahezu vollständiger Funnel:
Social Ad → Deepfake → Landingpage → Lead → persönlicher Kontakt → Einzahlung
Das Erschreckende daran ist nicht, dass Betrüger Marketingmethoden verwenden. Das geschieht schon lange. Neu ist die Geschwindigkeit, mit der sich heute sämtliche Bestandteile einer solchen Kampagne künstlich erzeugen und miteinander kombinieren lassen.
KI senkt die Kosten für professionellen Betrug
Generative KI macht nicht nur das eigentliche Deepfake-Video einfacher zugänglich. Sie unterstützt potenziell nahezu die gesamte Infrastruktur einer betrügerischen Kampagne. Sprachmodelle können Werbetexte, Landingpages, E-Mails und Chatnachrichten erstellen. Bildgeneratoren produzieren Testimonials und Produktbilder. Voice-Cloning kann Stimmen imitieren. Übersetzungssysteme ermöglichen es, eine funktionierende Kampagne innerhalb kurzer Zeit auf verschiedene Länder und Sprachen zu übertragen. Microsoft beobachtete 2024 einen deutlichen Anstieg versuchter Finanzbetrügereien in seinem Werbeumfeld und nennt ausdrücklich das Risiko generativer KI für Deepfake-Inhalte, gefälschte Prominentenempfehlungen und aufwendig gestaltete Phishing-Seiten. Das Unternehmen passte im Oktober 2024 seine Werberichtlinien speziell im Hinblick auf Deepfake-Technologien und betrügerische Empfehlungen an. Im Microsoft Digital Defense Report 2025 heißt es zudem, dass Betrüger mithilfe von KI komplette gefälschte Websites, Profile und Kundenservice-Chats erzeugen können. Zwischen April 2024 und April 2025 verhinderte Microsoft nach eigenen Angaben Betrugsversuche im Wert von vier Milliarden US-Dollar, wobei viele der untersuchten Betrugsformen vermutlich durch KI-Inhalte unterstützt wurden. Die Zahl ist allerdings keine Statistik ausschließlich über Deepfake-Werbung.
Investmentbetrug ist besonders attraktiv
Besonders häufig begegnen Deepfake-Anzeigen Nutzern im Umfeld von Investments und Kryptowährungen. Das hat einen einfachen Grund: Schon wenige erfolgreiche Opfer können hohe Geldbeträge einbringen. Die Verbraucherzentrale berichtet regelmäßig über dubiose Videoanzeigen auf Social Media, Videoplattformen und anderen Werbeflächen, in denen bekannte Personen scheinbar Trading-Systeme oder Geldanlagen empfehlen. Die Videos führen auf unseriöse Trading-Plattformen oder gefälschte Finanzseiten. Dabei muss die erste Einzahlung noch relativ niedrig sein. Hat sich ein Nutzer registriert, beginnt häufig der wesentlich wichtigere Teil der Betrugsmasche. Angebliche Berater nehmen Kontakt auf, erklären die Plattform, präsentieren vermeintliche Gewinne und versuchen, weitere Einzahlungen zu erreichen.
Das Deepfake ist damit nicht unbedingt das eigentliche Betrugsinstrument. Es ist Werbemittel und Leadgenerator.
Europol nimmt die Marketing-Infrastruktur ins Visier
Wie professionell dieses Geschäft inzwischen organisiert sein kann, zeigt ein von Europol unterstütztes internationales Vorgehen gegen ein Netzwerk für Kryptowährungsbetrug Ende 2025. Nach Angaben von Europol konzentrierte sich eine Phase der Ermittlungen ausdrücklich auf Affiliate-Marketing-Strukturen hinter betrügerischen Onlinekampagnen. Dabei ging es um Unternehmen und Verdächtige hinter betrügerischen Werbekampagnen auf Social-Media-Plattformen. Europol beschreibt irreführende Anzeigen, die bekannte Medien, Prominente und Politiker imitierten und teilweise Deepfake-Videos verwendeten. Die über solche Anzeigen gewonnenen Kontaktdaten potenzieller Investoren bezeichnet Europol als entscheidend für das Funktionieren der dahinterstehenden Krypto-Betrugsindustrie.
Das zeigt einen wichtigen Punkt: Die gefälschte Promi-Anzeige sollte nicht isoliert betrachtet werden. Sie kann Teil eines größeren Systems aus Traffic-Einkauf, Affiliate Marketing, Leadgenerierung, Callcentern und betrügerischen Investmentplattformen sein.
Nicht nur Finanzprodukte werden mit Deepfakes beworben
Der Fokus auf Kryptowährungen und Trading kann leicht den Eindruck vermitteln, Deepfake-Werbung sei ausschließlich ein Finanzproblem. Das stimmt nicht. Die Verbraucherzentralen warnten im August 2026 beispielsweise erneut vor gefälschter Prominentenwerbung für Nahrungsergänzungsmittel. Dabei werden bekannte Schauspieler, Sänger, Moderatoren, Journalisten oder Ärzte ohne deren Wissen zur Bewerbung von Produkten eingesetzt. Neben Social-Media-Beiträgen kommen gefälschte Artikel, Fotos, Videos und andere KI-generierte Inhalte zum Einsatz.. Das Prinzip lässt sich theoretisch auf nahezu jedes Produkt übertragen, bei dem Vertrauen Kaufentscheidungen beeinflusst. Besonders attraktiv sind Angebote, bei denen außergewöhnliche Ergebnisse versprochen werden und Verbraucher die tatsächliche Qualität vor dem Kauf nur schwer überprüfen können.
Warum Deepfakes immer schwieriger zu erkennen sind
Viele Ratgeber empfehlen, bei verdächtigen Videos auf Lippenbewegungen, unnatürliche Mimik, seltsames Blinzeln, eine künstliche Stimme oder Fehler an Händen und Gesicht zu achten. Solche Hinweise können weiterhin nützlich sein. Sie haben allerdings einen entscheidenden Nachteil: Sie verlassen sich darauf, dass die Fälschung schlecht genug ist, um erkannt zu werden. Mit besseren Modellen werden offensichtliche visuelle Fehler seltener. Gleichzeitig sehen Nutzer eine Werbeanzeige häufig nur für wenige Sekunden auf einem kleinen Bildschirm. Die Verbraucherzentrale weist deshalb darauf hin, dass Deepfakes mittlerweile auch aufmerksame Nutzer täuschen können. Der bessere Ansatz lautet deshalb nicht nur: Sieht dieses Video echt aus?
Wichtiger ist die Frage: Kann ich unabhängig bestätigen, dass diese Person dieses Angebot tatsächlich unterstützt?
So lässt sich eine verdächtige Promi-Anzeige überprüfen
Bei einer ungewöhnlichen Empfehlung sollte zunächst nicht der Link innerhalb der Anzeige verwendet werden. Stattdessen lässt sich unabhängig recherchieren, ob die betreffende Person das Produkt tatsächlich auf ihrer offiziellen Website oder ihren verifizierten Social-Media-Kanälen erwähnt. Bei angeblichen Interviews mit bekannten Medien sollte direkt auf der Website des jeweiligen Mediums nach dem Artikel gesucht werden. Auch die Zielseite verdient besondere Aufmerksamkeit. Domain, Impressum, Unternehmensname und Kontaktinformationen sollten zusammenpassen. Bei Investmentangeboten sollte zusätzlich geprüft werden, wer tatsächlich hinter dem Angebot steht und ob der Anbieter über erforderliche Zulassungen verfügt.
Besondere Vorsicht ist bei unrealistischen Renditen, angeblich geheimen Anlagestrategien, künstlichem Zeitdruck und Aufforderungen zu schnellen Einzahlungen angebracht. Die Verbraucherzentrale nennt unrealistische Versprechen, fehlende Quellen und merkwürdige Webseiten ausdrücklich als Warnzeichen.
Eine einfache Regel hilft dabei besonders: Je spektakulärer die Aussage eines bekannten Menschen erscheint, desto wichtiger ist eine zweite unabhängige Quelle.
Vorsicht vor dem zweiten Schritt der Masche
Wer auf eine solche Anzeige geklickt hat, ist noch nicht zwangsläufig geschädigt. Besonders kritisch wird es häufig erst nach der Eingabe persönlicher Daten. Eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse verwandelt einen anonymen Besucher in einen verwertbaren Lead. Anschließend können angebliche Berater Kontakt aufnehmen. Das Gespräch wirkt möglicherweise wesentlich seriöser als die ursprüngliche Anzeige und kann sich über mehrere Tage entwickeln. Nutzer sollten deshalb bei unbekannten Investmentplattformen weder persönliche Dokumente noch Zahlungsinformationen leichtfertig übermitteln. Auch die Installation einer Fernwartungssoftware auf Aufforderung eines angeblichen Beraters ist ein massives Warnsignal. Die Verbraucherzentrale warnt bei unseriösen Tradingplattformen ausdrücklich davor, Dritten Zugriff auf den eigenen Computer zu gewähren.
Was Plattformen und Werbenetzwerke dagegen tun müssen
Deepfake-Betrug stellt auch Plattformbetreiber vor ein schwieriges Problem. Kriminelle können neue Anzeigen, Accounts, Domains und Varianten wesentlich schneller erzeugen als früher. Eine entfernte Kampagne kann in leicht veränderter Form erneut auftauchen. Microsoft reagierte beispielsweise mit angepassten Richtlinien und zusätzlichen KI-basierten Moderationsmechanismen. Nach Angaben des Unternehmens sollen damit unter anderem betrügerische Prominentenempfehlungen und neue Scam-Muster schneller erkannt werden. Die Verantwortung endet jedoch nicht bei automatisierter Erkennung. Wer Werbeplätze verkauft, muss berücksichtigen, dass eine professionell gestaltete Anzeige beim Nutzer indirekt auch vom Vertrauen in die jeweilige Plattform profitiert.
Gerade bei Finanzprodukten, Gesundheitsangeboten und anderen sensiblen Bereichen wird deshalb die Verifikation von Werbetreibenden immer wichtiger.
Auch Publisher können unfreiwillig Teil der Betrugskette werden
Das Problem betrifft nicht ausschließlich soziale Netzwerke. Publisher und andere Websites finanzieren sich häufig über programmatische Werbung, bei der einzelne Anzeigen automatisiert über Werbenetzwerke ausgespielt werden. Damit entsteht ein Reputationsrisiko. Erscheint auf einem seriösen Nachrichtenportal eine betrügerische Anzeige mit einem bekannten Gesicht, kann ein Teil der Nutzer die Umgebung als zusätzliches Vertrauenssignal interpretieren. Das gilt selbst dann, wenn der Publisher die konkrete Anzeige nicht manuell ausgewählt hat. Websitebetreiber sollten deshalb ihre Werbepartner und Möglichkeiten zur Meldung problematischer Kampagnen kennen. Gerade in sensiblen Bereichen kann die kurzfristig höhere Monetarisierung einer aggressiven Anzeige langfristig weniger wert sein als das Vertrauen der Leserschaft.
Für Publisher gilt damit ein ähnlicher Grundsatz wie für SEO und AI Search: Reichweite und Monetarisierung dürfen nicht auf Kosten der Relevanz und Glaubwürdigkeit gehen.
Marken und Prominente müssen ihre digitale Identität überwachen
Auch für Unternehmen verändert sich die Lage. Deepfakes können nicht nur Prominente imitieren. Geschäftsführer, Experten, Ärzte, Influencer oder bekannte Mitarbeiter eines Unternehmens können genauso als vermeintliche Testimonials missbraucht werden. Je bekannter eine Marke oder Person ist, desto wertvoller wird ihre digitale Identität für Betrüger. Unternehmen sollten deshalb beobachten, ob ihr Name, ihre Logos oder ihre Gesichter in verdächtigen Werbekampagnen auftauchen. Ebenso wichtig sind Prozesse, mit denen gefälschte Anzeigen, Accounts und Domains schnell dokumentiert und bei Plattformbetreibern gemeldet werden können.
Damit wird Brand Monitoring zunehmend auch zu einem Bestandteil der Cybersecurity.
KI verändert, was im Online-Marketing als Vertrauenssignal gilt
Die langfristig vielleicht wichtigste Folge von Deepfake-Werbung betrifft nicht nur die unmittelbar Geschädigten. Sie betrifft das gesamte digitale Marketing. Ein professionelles Video war früher teuer. Eine überzeugende Sprecherstimme erforderte einen echten Menschen. Ein Testimonial musste zumindest produziert werden. Heute können viele dieser Elemente synthetisch erzeugt werden. Dadurch sinkt ihr Wert als Echtheitssignal. Marken müssen Vertrauen deshalb stärker über Merkmale aufbauen, die sich schwieriger kopieren lassen: nachvollziehbare Unternehmensidentitäten, etablierte Domains, transparente Ansprechpartner, überprüfbare Quellen, langfristige Reputation und konsistente Kommunikation über verschiedene Kanäle.
Die Herausforderung lautet künftig weniger, Inhalte möglichst real aussehen zu lassen. Entscheidend wird sein, ihre Authentizität überprüfbar zu machen.
Mein Fazit: Deepfake-Werbung macht Vertrauen selbst zum Angriffsziel
Deepfake- und Promi-Anzeigen zeigen besonders deutlich, wie generative KI bekannte Betrugsmechanismen verändert. Das Grundprinzip ist alt: Eine vertrauenswürdige Person wird benutzt, um einem fragwürdigen Angebot Glaubwürdigkeit zu verleihen. KI macht diese Täuschung jedoch realistischer, günstiger und leichter skalierbar. Für Verbraucher reicht es deshalb zunehmend nicht mehr aus, einem Video aufgrund seiner professionellen Qualität zu vertrauen. Selbst ein bekanntes Gesicht und eine vertraute Stimme können künstlich erzeugt oder manipuliert sein.
Für Werbeplattformen, Publisher und Marken entsteht gleichzeitig eine neue Verantwortung. Sie müssen stärker kontrollieren, wer ihre Reichweite, Werbeflächen und Identität nutzt. Deepfakes verändern damit eine zentrale Regel des Online-Marketings. Früher sollte Werbung möglichst glaubwürdig aussehen. Im KI-Zeitalter wird eine andere Eigenschaft wichtiger:
Glaubwürdigkeit muss überprüfbar sein.
Quellen:
- Verbraucherzentrale: Wie Kriminelle Deepfakes mit Prominenten für Fake-Werbung nutzen
- Verbraucherzentrale: Unseriöse Online-Tradingplattformen und betrügerische Geldanlagen erkennen
- Verbraucherzentrale: Prominente als Lockvögel für Fake-Werbung
- BSI: Künstliche Intelligenz, Deepfakes und mögliche Gefahren
- Europol: Ermittlungen gegen das internationale Netzwerk hinter Krypto-Betrug
- Microsoft: Täuschung mittels KI – neue Betrugsmaschen und Gegenmaßnahmen
- Microsoft Advertising: Deepfakes und betrügerische Prominentenwerbung
- Microsoft Digital Defense Report 2025: KI, Cybercrime und digitaler Betrug




















